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Kaffee mit Obama

Nach dem kürzesten Flug aller Zeiten, er dauerte ca. 30-45 Minuten, kamen wir in Washington an. Die Hauptstadt der USA und gleichzeitig der letzter Halt auf unserer großen Reise. In Washington erwartete uns nicht nur Barack Obama, ums uns zu begrüßen, sondern auch ein super Wetter. Wir konnten es etwas ruhiger angehen lassen, da wir uns in Washington nur mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschäftigen wollten. Um noch einmal die Stimmung von New York in unser Gedächtnis zu rufen, besuchten wir auch das Macys-Kaufhaus in Washington. Es war gleichzeitig auch die einzige Attraktion an diesem Tage.. wie gesagt wir lassen es ruhig angehen. Aber schon am zweiten Tag machten wir uns auf die Monumente und Denkmäler zu besichtigen. Hier in Washington hat so ziemlich jeder der in Amerika Rang und Namen hat, sein eigenes Denkmal. So sahen wir den eigens für Washington errichteten Obelisk. Auch die zahlreichen Kriegsdenkmäler der Amerikaner sind genauso wenig zu übersehen, wie ihr Stolz darauf. Auf einer Strecke von ca. 500 Metern sahen wir das “World War 2 Memorial”, das “Korean War Veterans Memorial” und das “Vietnam War Veterans Memorial”. Obwohl man eigentlich denken könnte die meisten Amerikaner sind zu fett um in die Armee aufgenommen werden zu können. Wir retteten uns vor den Kriegsdenkmälern, ins Lincoln Memorial. Um zu sehen was die Amerikaner von uns deutschen halten, mussten wir ins Holocaust Memorial Museum. dort war gerade eine sehr interessante Ausstellung über Propaganda der Nazis zu sehen. Das Meiste wussten wir zwar schon aus dem Geschichtsunterricht, doch die ganzen Geschehnisse aus Sicht der Amerikaner zu erleben war auch sehr lehrreich. Zwar wird kein Wort darüber verloren, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben und eine sehr gut funktionierende Demokratie in unserem Land haben, doch wir hoffen dass die meisten Amerikaner heute wissen, dass mittlerweile andere Umstände in Deutschland herrschen, als vor 70 Jahren. Eine andere Top-Attraktion stellten für uns die fast handzahmen Eichhörnchen, Squirels genannt, dar. Sie kommen den Menschen erstaunlich nahe und sind sich auch für ein Foto mit Touristen nicht zu schade. So hatten wir an diesem Tag sowohl Geschichts- als auch Biologieunterricht. Am nächsten Tag ging die Erkundung der Regierungsgebäude los. Wir starteten am Capitol. Ein riesiges Gebäude, sehr gut bewacht von der hauseigenen Polizei. Es ähnelt ein wenig dem Dom in Rom und erinnert an Asterix und Obelix Comics, da es mit mächtigen Säulen und langen, breiten Treppen ausgestattet ist. Wer diese allerdings benutzt bleibt für uns ein Rätsel, da man sofort von der Polizei zurückgepfiffen wird , wenn man sich ihnen nähert. Des weiteren sahen wir das Supreme Court. Hier erwischten wir die letzte Tour des Tages um in den Gerichtssaal zu gelangen, durften aber leider keine Fotos davon machen. Dafür konnten wir einige interessante Infos über die Richter, deren Arbeit und Gehalt erfahren. Auf dem Heimweg hat Sebastian seine Traumberuf gefunden. Mit einem Supergeilen Pick-Up-Truck in der Stadt umherfahren und kostenlose Energie-Drinks zu verteilen. Wie Verrückte stürmten die Menschenmassen auf den Truck zu, um sich eine Dose des Energielieferers zu erhalten. Wir waren natürlich mittendrin, war ja alles umsonst. So bekamen wir dann auch unsere Energie-Drinks um den Heimweg zu Fuß meistern zu können.

Am Samstag stand endlich unser lang ersehnter Besuch bei Obamas im Weißen Haus an. Wir kleideten uns angemessen, kauften Gastgeschenke für die ganze Familie und machten uns auf den Weg. Am Weißen Haus angekommen, verstanden wir die Welt nicht mehr. Die Sicherheitsleute wollte uns nicht glauben, dass wir eine Verabredung mit der First Family hatten und so mussten wir uns damit zufrieden geben das Weiße Haus nur von weitem sehen zu können. Wir können nun also aus erster Hand berichten, dass es wirklich weiß ist. Auf dem Weg zurück zum Hostel kamen wir an der Grillmeisterschaft von Washington vorbei. In Zuge dieses Events war auch SPRITE mit von der Partie und richtet seine Dunk-Meisterschaft aus. Die 18 besten Basketballer aus Washington und Umgebung waren zusammengekommen um sich darin zu messen, wer den längsten hat…, nein sie habe sich natürlich im Dunken gemessen. Wir konnten einige atemberaubende Sprünge und Moves sehen. Unser Favorit, nebenbei gesagt ein weißer Spieler, hat den Kontest gewonnen. Wir haben, während wieder Reise, eben ein Händchen und Gespür für alles entwickelt.SmileyNach diesen sowohl aufregenden als auch anstrengenden Tage mussten wir unseren Körpern etwas Ruhe gönnen und einen Tag Pause einlegen. Wir haben das Hostel nur verlassen um uns etwas zu Essen zu kaufen. Sonst verbrachten wir die meiste Zeit hinter den sicheren Mauern und sortierten unsere Klamotten und packten unsere Koffer schon einmal für die Abreise. Um alles vom Hostel gesehen zu haben, verbrachten wir einige Stunden im Fernsehraum um diesen besser kennen zu lernen. Den letzten Tag in Washington nutzten wir wieder voll aus. Mit der Metro fuhren wir zum Arlington National Cementry. Auf diesem Friedhof findet man eine erschreckende Anzahl an Gräbern von Soldaten die in den unzähligen Kriegen, die die USA geführt haben umgekommen sind. Auch das Grab von John F. Kennedy ist dort zu finden. Die Gräber gehen in die hunderttausende und erstrecken sich über mehrere Hügel, von deren Spitze aus man einen guten Blick über die Stadt hat. Einen weiteren Besuchermagnet stellt das Denkmal für alle vermissten Soldaten dar. Die steinernen Erinnerungstafeln werden von einem Soldaten bewacht. Zu jeder vollen Stunde findet eine Wachablösung statt. Wir kamen gerade rechtzeitig um diese verfolgen zu können. Und wieder konnte Nicholas sein militärisches Wissen weiter ausbauen. Die Bewegungen der Soldaten ähnelten ein wenig den Schritten von Models auf dem Laufsteg. Die Körperbeherrschung und Koordination, sowie Synchronisation der ganzen Zeremonie waren jedoch sehr gut einstudiert und gaben somit ein feierliches und ehrendes Bild ab, um die vermissten Soldaten zu ehren. Da wir nun nicht mehr weit vom Pentagon entfernt waren, schauten wir auch dort noch nach dem Rechten. Fotos sind natürlich, wie so oft in den USA verboten. So nehmen wir die Erinnerungen an dieses Gebäude in unserem Gedächtnis und nicht auf dem Computer nicht nach Hause. Das war der letzte Tag in Washington, gleichzeitig der vorletzte der gesamten Reise. Mal schauen was uns die letzten 48 Stunden noch zu bieten haben.

NiBa

Bilder kommen bald!

Angekommen in DER Weltstadt schlechthin. Nirgends herrscht so viel Treiben, aufgeregter Verkehr und Leute, Lichter und Werbung überall, Hochhäuser, dass man keine 20 Meter weit schauen kann und nicht einmal das Empire State Building sieht, wen man schon fast davor steht. Straßenstände, Musiker und Künstler soweit das Auge reicht und überall Fast-Food-Ketten um die Amerikaner noch fetter werden zu lassen. Wobei man zur Verteidigung von New York sagen muss, dass es nicht so viele fette Menschen gibt, wie in den anderen bisher erlebten Großstädten Amerikas. Am frühen Morgen ins Hostel eingecheckt, gingen wir gleich los unseren NY-Pass abzuholen, der uns Zutritt zu allen erdenklichen Sehenswürdigkeiten und Museen ermöglicht. Mit der Metro fuhren wir zum Times-Square um nach unserer Abholstelle, dem Planet Hollywood Ausschau zu halten. Doch bevor wir das tuen konnten, mussten wir erst einmal inne halten und die Atmosphäre aufnehmen. Überall um uns herum herrschte reges Treiben, die Leute eilten an uns vorbei, die Autos versuchten sich durch die Straßen zu schlängeln und an den Hochhäusern blinkten uns die Leuchtreklamen in allen erdenklichen Farben entgegen. Sich hier auch nur eine Werbung merken zu können, erscheint fast unmöglich, da man mit solch einer Vielzahl konfrontiert wird. Als wir uns gefangen hatten und unsere Augen von den Bildschirmen weglocken konnten, war das Planet Hollywood erstaunlich schnell gefunden. Mit ein wenig Hilfe müssen wir zugeben. Die erste Station war das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud. Hier trafen wir alles was Rang und Name hat oder hatte auf dieser Welt. Man darf die Stars nicht nur bestaunen, sondern auch berühren und sich mit ihnen ablichten lassen. Da wir die meisten Promis aber persönlich getroffen haben, konnten wir auf dieses Vergnügen verzichten und haben uns nur darauf konzentriert, zu kontrollieren ob sie detailgetreu dargestellt werden. Eine sehr empfehlenswerte Ausstellung, wenn man nicht wie wir täglich mit Stars und Sternchen zu tun hat und in ständigem Kontakt steht Smiley.

Aus dem Museum heraus gingen wir zum Rockefeller-Center um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, bevor wir weiter in ihr herumirren wollten. Von oben konnten wir sehr schön den Central-Park sehen, der seine Einzigartigkeit aber auch nur aus der Luft zeigen kann. Wenn man drin ist, merkt man ja nicht, dass er der einzige grüne Fleck in NY ist. Auch die Skyline der Stadt durften wir von hinten bewundern. Man muss allerdings sagen, dass die Anschläge des 11. September mitunter auch der Skyline einen großen Teil ihrer Schönheit und Einzigartigkeit geraubt haben. Wahnsinnig wir man unsere Erde so vollbauen kann, wie es hier in NY eindrucksvoll demonstriert wird. So weit das Auge reicht reihen sich Straßen an Häuser und noch mehr Straßen und Häuser. Mit etwas Wasser und einigen wenigen grünen Stellen, die man abgesehen vom Central-Park mit der Lupe suchen muss.

Am nächsten Tag rückten wir weiter Richtung Downtown. Wir wollten höher hinaus als am Tag zuvor, also blieb uns nur noch das Empire State Building, als höchstes Gebäude New Yorks. Noch einmal konnten wir uns die Betonhölle von oben einprägen. Vom ESB war auch die Statue of Liberty schon in Reichweite gerückt. Wir konnten Richtung Ground Zero blicken, wo die Bauarbeiten für die Neubebauung der WTC-Fläche in vollem Gange sind. Nach dem Abstieg vom ESB schauten wir uns genauer im Finanz-Bezirk der Stadt um, der Wall-Street. Hier wird also mit allem spekuliert was nicht bei drei auf den Bäumen ist und auch damit, dann eben vom Baum aus. Den Stier zu fotografieren ist unmöglich, da er immer von diesen nervigen Touristen belagert wird. Aber nun wissen wir wenigstens wo wir in Zukunft unser hart verdientes Geld abgeben können, um damit zu zocken. Nicholas hat sich als zukünftiger Top-Banker schon mal ein Büro reserviert. So erkundeten wir eine Teil der Stadt an diesem Tag zu Fuß um in Form zu bleiben und mehr vom Flair aufsaugen zu können.

Unser Weg führte uns am nächsten Tag zum unteren Ende der Stadt, gleichzeitig das Ende des Festlands. Mit der Fähre rüber auf Liberty Island, zur guten alten Freiheitsstatue. Da steht sie mit der Fackel in der Hand ohne einen lahmen Arm zu bekommen. Ein Geschenk der Franzosen, die sich damit bei Amerikanern einschleimen wolltenSmiley. Eine wunderschönen Statue, die ihrem Aussehen nach jeglichen Wettereinflüssen trotzt und in ihrer Schönheit seit Jahrhunderten unverändert erglänzt. Weiter gings nach Ellis Island, die Insel auf der die Einwanderer um Asyl bitten durften und alle Formalitäten erledigt wurden um sie in den Staaten wohnhaft werden zu lassen. An PCs kann man checken ob Vorfahren der Familie auch bei den Einwanderern waren. Doch nur der Name Höfler lies sich auf der Tafel finden. Und noch einige andere witzige Name, die wir zu Hause zum Besten geben werden. Wieder in NY-Festland angekommen suchten wir vergeblich nach dem Police-Museum der Stadt. Am Ende hatten wir keine Lust mehr zu suchen und gingen lieber in die Körperwelten-Ausstellung. Ziemlich gruselig diese echten, aber präparierten menschlichen Körper und Körperteile. Wir warteten gerade auf eine freien Platz an den Körper-Untersuchungsautomaten, als plötzlich der Feueralarm runterging. Doch keiner wusste was er tuen sollte und so schauten wir uns alle nur erstaunt an. Die Bediensteten wollten uns gerade nach draußen begleiten, als wir mitbekamen, dass es sich nur um einen Probe-Alarm handelte. Aber wenigstens war nun die Schlange an den Automaten aufgelöst und wir konnte ohne anzustehen mit der Untersuchung unseres eigenen Körpers beginnen. Trotz des vielen Reisens und dem Fast-Food ist alles im grünen Bereich und wir kommen fast so gesund zurück, wie wir gegangen sind. Dann gings auch schon wieder “heim” ins Hostel, auf den nächsten Morgen warten, um weitere Entdeckung-Touren in Angriff nehmen zu können. Das schlafen im Hostel stellt sich aber als eine kleine Hürde heraus, denn mit in unserem Zimmer schliefen 6 stinkende Franzosen, die das Wort Dusche und Nachtruhe in der englischen Sprache wohl nicht lesen können. Montag war Kunsttag für uns zwei. Station eins war das weltbekannte Guggenheim-Museum. Allein durch seine Architektur schon ein Blickfang, von innen wie von außen. Leider waren nur vier der eigentlich sieben Stockwerke begehbar, da die anderen gerade im Umbau stecken. Für uns reichte es aber dennoch aus, um unsere Kunstader weiterzuentwickeln. In den wunderbaren Halle durften wir die “Kunstwerke” von van Gogh, Picasso und vielen anderen großen Namen der unterschiedlichsten Kunstepochen bestaunen. So Bilder hätten wir mal in BK abgeben sollen… Einfach irgendwas malen und eine bescheuerte Geschichte dazu überlegen, schon wird man berühmt, doch meistens erst, wenn man lange tot ist. Das Gebäude an sich ist aber sicher einen Besuch wert, auch wenn man wie wir nicht unbedingt der Kunst verfallen ist. aus dem Museum heraus marschierten wir direkt in den nahe gelegenen Central-Park. Doch wie befürchtet fällt einem im Park gar nicht auf das man Mitten in NY ist und er verliert etwas von seiner Einzigartigkeit. Für die Bewohner New Yorks stellt er aber sicherlich einen gemütlichen und RUHIGEN Rückzugort dar, um einmal vom Alltagsstress und Lärm der Stadt Abstand gewinnen zu können. Kommen wir nun zum absoluten Highlight von New York, dem Museum of Sex. Nur wenige Sehenswürdigkeiten weltweit haben eine solche Berühmtheit erlangt wie dieser Ort. Über die Exponate und Räumlichkeiten dürfen wir hier leider nicht sprechen, da diese Seite für alle Altersklassen zugänglich ist. Wir wollen nur so viel verraten: Jeder darf und wird KOMMEN Zwinkerndes Smiley!

An dieser Stelle bitten wir alle Männer um Entschuldigung: Auf dem Heimweg sind wir bei Macys eingekehrt und vollends dem Shoppingfieber verfallen. Nun können wir die Frauenwelt etwas besser verstehen, wie es sich anfühlt in einem Kaufhaus Raum und Zeit völlig aus den Augen zu verlieren. Vom Geldbeutel ganz zu schweigen. Was aber nicht heißt, liebe Selina und Lisa, dass wir nun Non-Stopp mit euch durch irgendwelche Läden schlendern, um zu “schauen ob es was gibt”.

Am letzten Tag wollten wir nicht allzu viel Energie verschwenden und schliefen länger, frühstückten später und widmeten uns dann dem ganzen Stolz der Amerikaner, dem Militär. Da Nicholas als Zivi noch etwas Nachholbedarf in militärischer Bildung hat, war es sehr wichtig auch die Interprid zu Besuch. Es handelt sich hierbei um einen Flugzeugträger der US-Streitkräfte. Mit Hubschraubern und Flugzeugen, sowie riesigen Bordkanonen ausgestatten, steht der monströse Stahlkoloss im Hafen von NY. Wir konnten sehen wir die Seeleute auf einem solchen Schiff leben, aufklären und im Ernstfall auch kämpfen. Zum Museum gehörte auch ein U-Boot, welches wir ebenfalls besuchen durften. In einer unvorstellbaren Enge hausten die Soldaten hier für Wochen. Ohne Dusche, da nicht genug frisches Wasser mit an Bord genommen werden konnte. Sie mussten aber nicht nur mit ihrem eigenen Gestank leben, sondern zudem den der Toilette und des Dieselmotors ertragen. Es handelte sich nicht um ein Atom-U-Boot. Zudem stand eine Concord, der British Airways zum Beschauen bereit. Leider darf man diese seit kurzem nur noch von außen beäugen. Wir hätten sie gerne mit unseren bisher gesehenen und erlebten Fliegern verglichen. Nun können wir wenigstens behaupten, aus Nicholas eine kleinen Soldaten gemacht zu haben. Am Abend nahmen wir Abschied vom Times Square, an dessen Hektik und Menschenaufkommen wir uns langsam gewöhnt hatten. Nun geht es zum letzten Mal in den Flieger, bevor wir die Heimreise antreten. Auf nach Washington, wir müssen uns beeilen und pünktlich sein, um unseren Termin bei Barack im Oval Office einhalten zu könne. Letzte Grüße aus New York!!!

NiBa

Endlich in Toronto angekommen, großartige Vorfreude bei Nicholas den Auswandererteil der Familie wieder zu sehen und bei Sebastian, sie endlich kennenzulernen. Abgeholt wurden wir von Mike, dem Cousin von Nick. (Im folgenden werden sowohl die Namen aller Personen, als auch deren Verwandtschaftsgrad zu Nicky genannt, damit beide Familien verstehen um wen es geht). Mit dabei war auch Mikes Freundin Carrie, die uns ebenfalls herzlich begrüßte. Die erste Nacht verbrachten wir bei Mike, unter der strengen Aufsicht der zwei Hunde, die uns immer im Auge behielten und bei Gelegenheit auch anbellten oder anknurrten um uns zu zeigen, wer dort der Boss ist. Am nächsten Tag wurden wir zu Tante Ellen gefahren. Auch dort wurden wir sehr herzlich aufgenommen und die Freude über den Besuch aus Deutschland hielt weiter an. An diesem Tag waren wir durch das frühe Aufstehen sehr müde, somit sahen wir uns nur im Stande unsere Wäsche zu waschen und mit Tante Ellen zu plaudern. Am nächsten Tag ging die Toronto-Erkundungstour am Stadion der Blue Jays los. Wir sicherten uns Karten für das alles entscheidende Saisonfinale der Blue Jays gegen den ewigen Rivalen Boston Red Sox. Danach suchten wir den CN-Tower auf, um unseren ewigen Hunger nach Höhe zu stillen. Von drei Aussichtsplattformen aus durften wir die Schönheit der Stadt bewundern. Nicht zugebaut wie viele andere Großstädte, sondern mit unzähligen Grünflächen versehen. Kanadas Beitrag zum Klimaschutz. Die aufregendste der drei Plattformen ist die mit Glasboden in ca. 450m Höhe. Wir waren Manns genug, sie nicht nur zu betreten, sondern auch darauf zu liegen und unglaubliche Fotos zu schießen. Von dort konnte man sehr gut auf das neben dem Turm liegende Stadion der Jays sehen. Das Dach des Stadions kann je nach Wetter geöffnet werden oder geschlossen bleiben. Glück für die Bewohner der umliegenden Hochhäuser, die sich das Geld für eine Dauerkarte sparen können und die Spiele bei gutem Wetter vom Balkon aus ansehen können. Da wir keine Wohnung kauften, sondern nur die günstige Variante der Karten wählten war uns aber egal ob das Dach auf oder zu sein sollte am nächsten Abend. Wie für Toronto vorgenommen, ging auch dieser ruhige Tag zu Ende. Wir haben uns die Ruhe in den letzten Wochen aber auch verdient. ;-)

Der Freitag stand ganz im Zeichen des Spiels am Abend. Wie die Spieler bereiteten wir uns den ganzen Tag auf das Spiel vor. Wir ruhten uns aus um am Abend auf den Punkt fit zu sein. Vor dem Stadion sahen wir uns dann gezwungen Fanartikel zu kaufen um unser Team, die Toronto Blue Jays besser unterstützen zu können. Für Nicholas durfte es eine Baseball-Cap sein, für Sebastian ein Baseballschläger; wir wussten ja nicht was uns im Stadion erwartete. Um uns noch ausreichend zu stärken verspeisten wir den obligatorischen Hot Dog und probierten das kanadische Bier. Es kann natürlich nicht mit dem deutschen mithalten, aber was ist Baseball ohne Bier. Wir waren optimistisch, da wir mit Jose Bautista den besten Scorer(naja^^) der Liga auf unserer Seite hatte. Die Stimmung wird nicht wie beim deutschen Fußball von den Fans gemacht, sondern kommt eher aus den Lautsprechern des Stadions, in Form von Musik. Nicht schlecht, an diesem Abend jedoch nicht genug um die Angriffe der Boston Red Sox abwehren zu können. So verloren wir trotz Jose mit 5 zu 1. Unsere Stimmung war jedoch wegen des guten Spiels weiterhin gut, Hauptsache dabei ist die Devise (Vor allem das Bier hielt unsere Stimmung). Auf dem Heimweg kehrten wir in einer Sportbar ein, um den eigentlichen Volkssport, Eishockey, im Fernsehen zu verfolgen. Das Stanley-Cup-Finale zwischen Vancouver und Boston. (Stand 16.06 wissen wir, dass auch dieser Cup an die USA ging)

Samstag war ausschlafen angesagt, ihr wisst ja; wir habens uns verdient und so… Am Abend wurden wir dann von Tante Ellen wieder zu Mike gefahren, um die nächsten Tage von dort aus in Angriff zu nehmen. Begrüßt wurden wir von unseren zwei Hunde-Freunden, die uns immer noch nicht so richtig trauten. Zum Abendessen wurde uns ein BBQ bereitet, was unsere Fast-Food-Mägen einmal mehr verwöhnte und an zu Hause erinnern lies. Früh, nach einem Film für Nicholas und einem Informationsaustausch mit Deutschland für Sebastian, gings es zu Bett. Am nächsten Tag mussten wir früh raus. Es ging zu den Niagara-Fällen. Da sehr viel Traffic war, lernte wir von Mike die ganze Palette an amerikanischen Schimpfwörtern. Die Fahrt war sehr unterhaltsam und witzig und wir konnten mit den zweien unser englisch weiter verbessern; “zukünftige Arbeitgeber aufgepasst!!!” Da wir in Niagara-Falls noch im einige Zeit im Stau standen, konnten wir die Passanten mit der Musik, die aus unserem Auto schallte unterhalten. Nachdem wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg zur “Maid of the Mist”: der Bootstour mitten in die Niagara-Fälle hinein. Von oben konnten wir auf die Fälle herab sehen und die Wassermassen bewundern die dort herunterstürzen. Es herrschte eine Luftfeuchtigkeit wie im Regenwald, da dort unzählige Liter Wasser pro Sekunde verdunsten. Vom Boot aus konnten wir den amerikanischen und den kanadischen Fall aus der Nähe betrachten. Das Highlight ist jedoch der kanadische Teil, in den man richtig hereinfahren kann, da er wie ein “U” geformt ist. In Mitten der Wassermassen angekommen, fanden wir uns im Film “Der Sturm” wieder. Das Wasser peitschte am Boot hoch und wir wurden, trotz Regencape überall nass. Man verstand sein eigenes Wort nicht mehr, so laut waren das Gebrause der Wassermassen. Aus dieser Hölle zu entkommen war auch für uns kein leichtes, aber wie ihr seht haben wir auch dieses Abenteuer mit Bravour bestanden. Auf dem Weg zurück zum Auto blieb noch ein wenig Zeit für ein paar Fotos mit Mike und Carrie, um die Trawnis in mit neuesten Bildern der Verwandtschaft zu versorgen. Auf dem Rückweg herrschte der selbe bescheidene Verkehr, was uns die verbliebenen Schimpfwörter lernen lies. Der nächste Tag war wieder voller Action, angefangen von frühem Aufstehen. Unser Weg führte uns zu Audra, der “Schwiegertochter” von Tante Ellen. Dort wurden wir mit Frühstück verpflegt und dann ins Canada-Wonderland verfrachtet. Ein riesen Freizeitpark mit dutzenden Achterbahnen und schwindelerregenden Attraktionen, sowie einer Spielhalle und Jahrmarkt-Spielständen. In den Achterbahnen konnten man alle Arten der Fortbewegung erleben und fand sich in allen Lagen: sitzen, stehen, liegen, vorwärts, rückwärts ,wieder. Nach einigen Stunden, einem Schleudertrauma, Schwindelgefühlen, wackligen Knien und einem überreizten Magen war der Achterbahn-Tag für uns beendet. Wir ließen es die letzte Zeit im Park langsamer angehen und besuchten eher die ruhigeren Bahnen. Nachdem wir die höchste, schnellste und längste Achterbahn Kanadas gefahren waren, hatten wir uns auch diese Ruhephase verdient. Wie es sich für richtige Besucher eines amerikanischen Parks gehört, hatten wir wieder Hot Dogs und Cakes mit Eis, um unsere Mägen mit Essen von den Fahrten abzulenken. Vom Park aus gings zurück zu Tante Ellen. Von Dort starteten wir am nächsten Tag zu Janette, Nicks Cousine. In Trenton angekommen, besuchten wir alle zusammen die Air-Base und das dazugehörende Museum. Wir sahen viele kleine Flugzeuge, Helikopter, Jets und Kampfflugzeuge. Die deutschen waren auch Bestandteil der Ausstellung, da sie bekanntermaßen in der Vergangenheit bei nicht vielen internationalen Konflikten gefehlt haben. Von Trenton aus gings weiter zur Cottage, einem Haus am See. Mit eigenem Steg und Booten ausgestattet ein perfekter Rückzugsort für Wochenenden und Ferien. Das Wetter meinte es gut mit uns und es herrschte den ganzen Tag strahlender Sonnenschein. Wir nutzen die sonnigen Stunden, um uns auf einer selbstgebauten Schwimminsel zu sonnen und mit dem Tretboot den See zu erkunden. Wie es sich für einen richtigen Urlaub am See gehört, war das Abendessen ein BBQ, Steaks, Würstchen und Salat standen auf der Speisekarte. Als wir fast schon auf dem Weg zum Auto waren, tauchte noch Nicks Großcousin Roby (Sohn von Janette) auf und begrüßte uns auf seiner Sommerresidenz. Da es langsam dunkelte und wir eine längere Fahrt vor uns hatten, mussten wir uns leider schon wieder verabschieden und zu Tante Ellen Wohnung zurückkehren. Um wieder etwas Sport zu machen, beschlossen wir am nächsten Tag den nahegelegenen Golfplatz anzusteuern. Als dritten Spieler haben wir den anderen Höfler-Ausreiser, der sich gerade auch in Kanada befindet zu uns eingeladen. Ja rate, rate… wer kann das wohl sein. Ich verrate mal nichts an dieser Stelle, Bilder anschauen oder vielleicht rutsch mir sein Name auch noch im folgenden raus. Wir drei Profigolfer haben uns also Schläger ausgeliehen und ein paar Abschläge im Trainingskäfig abgelassen. Der wurde uns aber schnell zu klein und so gingen wir auf die neun Löcher des Platzes los. Ein vierter, uns unbekannter Spieler gesellte sich zu uns, obwohl wir ihn warnten, dass wir keine sonderlich guten Spieler seien, was sich später jedoch als falsch herausstellte. Die ersten Schlägen dienten eher unser Unterhaltung, als sportliche Höchstleistung darzustellen. Es flog viel Gras oder der Ball wurde zum Erstaunen des gerade schlagende vom selbigen nicht getroffen. Am zweiten Loch beschloss unser neuer Freund dann wieder uns zu verlassen. Wir vermuten, dass er von der Anlage war und uns am Anfang beschauen sollte, ob wir alles richtig machen. Oder er war wirklich so verrückt mit drei unerfahrenen auf Tour gehen zu wollen, was er sich dann aber schnell wieder anders überlegte. Es war ein wirklich witziges und zu Anfang auch unterhaltsames Erlebnis. Gegen Ende wurde unser Golfausflug aber etwas eintönig, was aber mehr am Sport als an den Spielern lag. Wir waren aber für unser erstes Mal nicht schlecht, konnten immer mit den Vorderleuten mithalten und hatten am Ende nur “Doppelpar” auf der Abrechnung stehen. Wir waren uns auch einig, dass es zwar witzig sei ein paar Abschläge zu machen, zu unserem Lieblingssport wird Golf aber nicht mehr. Zu langweilig in der Summe, eher was für Rentner und “Möchte-gern-reiche”(wie wir^^) oder Leute die Spaß an Sport haben, der kein richtiger ist. So ließen wir den Tag auf dem Balkon von Tante Ellen ausklingen und tauschten Erlebtes aus. Wer bis hier hin noch nicht erraten hat um wenn es sich bei der unbekannten Person handelt, hier ein kleiner Tipp: er heißt Julian Höfler und kommt aus Heitersheim. Am nächsten Tag trafen wir uns noch einmal in der Innenstadt um ein wenig durch die Läden zu bummeln. Wieder wurde, wie für Männer üblich nicht viel gekauft. Nach der Devise: Nur gucken, nicht anfassen. Schnell war der letzte Tag in Toronto rum und wir müssen den Luxus einer eigenen Wohnung wieder gegen ein Hostel-Bett eintauschen. An alle zu Hause, viele Grüße, auch von Julian. Bald habt ihr uns wieder. Und speziell an die Trawnis: Wir haben schon eine Wiedersehen-Party mit Tante Ellen verabredet, wenn sie dann in einem Monat bei euch haust, seid vorbereitet:-). Bis dann, doch vorher:

New York wir kommen!!!

NiBa

Zweiter Stopp in den USA, San Diego. Von vielen unserer Ratgeber im Vorfeld als schönste Stadt der USA angepriesen, fanden wir uns nach der Ankunft wahrlich in einer wunderschönen Umgebung wieder. Palmen und aufgeräumte, saubere Straßen, ähnlich denen in Dubai, sowie freundliche, hilfsbereite Menschen, wie wir sie sonst nur aus unseren Familien- und Freundeskreisen kennen. Der erste Tag verlief, wie immer, ohne große Anstrengungen: landen, Transfer, einchecken, ausschlafen… Smiley! Schon am zweiten Tag ging die Action los! Mit dem Bus in die Innenstadt, Downtown, gefahren (den Fehler zu Fuß zu gehen, wie Dubai machen wir nicht noch mal) und weiter ging es Richtung Balboa Park. Dort fanden wir uns in einem wunderschönen, gepflegten Park wieder, den wir durch unsere Anwesenheit noch weiter aufwerteten. Unser Weg führte durch den Park in den schönsten Zoo der Welt. Hier kann man alle Tiere bewundern, die auf diesem Planeten zu finden sind. Man braucht aber auch einiges an Durchhaltevermögen um die riesen Zooanlage abzugrasen, da man in San Diego darauf verzichtet hat, einen einzigen Rundweg durch den Zoo anzulegen. So mussten wir vorwärts, rückwärts, links, rechts und zurück laufen, ehe wir alles Sehenswerte, und das ist einiges, bewundert hatten. Löwen, Tiger, Elefanten, Giraffen, Eisbären, Nashörner, Krokodile und Affen sind nur eine Auswahl der Artenvielfalt, die einem in diesem Tierparadies geboten wird. Für die Tiere ist es kein Paradies, da die Käfige und Gehege eher klein sind und nicht dem Auslauf in der freien Wildbahn entsprechen, aber der Zoo behauptet von sich den Tieren zu helfen und wir glauben das an dieser Stelle mal. Der Zoo ist auf jeden Fall einen Besuch wert, man muss jedoch gut zu Fuß sein und genügend Zeit mitbringen um alles betrachten zu können.

Am dritten Tag haben wir die berühmte Insel “Coronado”, mit der Fähre bereist. Zu Fuß, ja wir machen sehr viel Laufsport, suchten wir das berühmte Hotel der Insel auf. Urlaub ist hier nicht zu empfehlen, da dass Hotel zwar wunderschön ist, es jedoch für alle Touristen zugänglich ist und man somit ständig unter Beobachtung steht oder sich durch Menschenmassen schlängeln muss um vorwärts zu kommen. Der Strand hier ist jedoch einmalig schön, das Wetter auch, perfekte Zutaten für einen Strandurlaub. Wir gingen also noch ein paar hundert Meter im Sand, bis wir in die Shopping-Straße einbogen, aber macht euch keine Hoffnung auf Geschenke, nur langweilige Souvenir- und Ramschläden. Ein weiteres Highlight am Strand sind jedoch die tief fliegenden Kampfflugzeuge der Amerikanischen Luftwaffe, die knapp 30 Meter über unseren Köpfen flogen und die US Air Base auf der Insel ansteuerten. Wie jedes Militärgelände ist diese leider nicht zu besuchen, also keine Fotos und Berichte. Aber Sebastian kennt das ja eh schon alles, als ehemaliger Soldat der Luftwaffe. Fragen werden gegen Bezahlung beantwortet Smiley.

Die Rückfahrt mit der Fähre ermöglichte uns sehr schöne Aussichten auf die Wasserlandschaft und die Schiffe die unterwegs waren, da wir um Benzin zu sparen sehr langsam fuhren. Wir konnten dadurch den Flugzeugträger, welcher als Museum im Hafen liegt sehr lange beäugen und Fotos schießen. Was für ein riesen Teil…

Um Kräfte für Mexiko und seine Straßenschlachten zu sammeln, stand der darauffolgende Tag im Zeichen der Ruhe. Wir waren am geilen Ocean Beach; schön in der Sonne liegen und nichts tun, außer einen Sonnenbrand holen. Während wir da so lagen, musste sogar ein Mal der Rettungsschwimmer ausrücken. Aber mehr um seinen Körper, der im übrigen nicht besser geformt war als unsere, zu zeigen, als einen Menschen zu retten. Alles nur Show… Durch den Wind waren kleine Riesenwellen entstanden, die wir mit unseren Surfbrettern sofort ausnutzten und einige waghalsige und atemberaubende Figuren auf den Brettern zeigten. Leider nur in Gedanken, da wir keine Surfbretter zu Hand hatten. Auf dem Heimweg, wieder zu Fuß, fanden wir uns vor dem anscheinend besten Restaurant in deutschem Stil wieder. Nichts wie rein , um etwas Heimat zu erleben. Die Räume und das Essen warn deutsch, schön aufgeräumt und auf der Karte fanden wir Jägerschnitzel und Spätzle wieder. (Nicht so gut wie in Mamas Küche, aber ganz okay). Der Service war jedoch nicht sehr deutsch, da wir zuerst sehr lange warten musste bis wir zu einem Platz geleitet wurden und zweitens auf Englisch begrüßt und bestellen mussten und amerikanische Fernsehsender mit amerikanischem Sport anschauen mussten. Trotz dieser kleinen Fehler im Bild, war es ganz lustig zu sehen, wie die Amerikaner deutsche Restaurants interpretieren. Zurück im Hostel konnten wir im Garten noch ein wenig die Sonne genießen und die Zeit nutzen, um Karten zu schreiben und im Internet nach einer passenden Luxusyacht zu suchen.

Letzter vollständiger Tag in San Diego, absolutes Highlight in Sicht. Wir wagen das Abenteuer, unter Einsatz unseres Lebens, Mexico zu besuchen. Von offizieller Stelle wurde uns von diesem Trip abgeraten, wir zwei harten Jungs haben es trotzdem gemacht. Bereit dem Feind in die Augen zu sehen und bis auf die Zähne bewaffnet, ging unsere Tour los. An der Grenze angekommen, sahen wir zum ersten Mal den berühmten Grenzzaun. Nach Mexiko einzureisen bereitet keine Probleme, man muss sich in keine lange Schlange einfädeln, den Pass nicht zeigen und wird auch nicht durchsucht, Schmuggler ahoi! Ganz anders der Weg zurück in die USA, dazu nachher mehr. In der Gangster-Stadt Tijuana angekommen, wurden wir von unserem Tour-Guide und einem ansässigen Shop-Besitzer in die Überlebensregeln eingewiesen. Danach gings auf zu zwei Stunden Tijuana auf eigene Faust zu erkunden. Überall auf den Straßen musste wir den unglaublichen Angeboten der Händler widerstehen. Ein wahrlich nicht leichtes Unterfangen, da nur top Markenware und nur originale Artikel zu unschlagbaren Preisen verkauft werden, NICHT! Als einzige kulturelle Sehenswürdigkeit wartete eine Kirche auf uns, die wir gleich zu Anfang besuchten. Nicht etwa um es hinter uns zu bringen, mehr aus Angst sie würde später nicht mehr stehen oder die Zeit würde nicht ausreichen, ihre ganze Schönheit aufnehmen zu können. Nach der Kirche mit ihren Oblaten wurden wir hungrig und versuchten unsere europäischen Mägen an mexikanischem Essen. Der Kellner verstand kein englisch und überraschenderweise auch kein deutsch. Wir hatten jedoch das Glück, dass wir von einem Straßenhändler unterstützt wurden, der unser englisch in mexikanisch verwandelte. So genossen wir unserem Teller voller mexikanischer Köstlichkeiten, Tortillias, Bohnen, Reis, Guacamole (Redaktion haftet nicht für Rechtschreibfehler) und Fleisch von einem mexikanischen Tier, wir wissen leider nicht von welchem, aber Hauptsache mexikanisch. Das Essen war wirklich sehr gut und preiswert. Auch unsere Mägen wurden nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, wir also keine bleibenden Schäden davon tragen werden. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir zum Essen original mexikanischen Tequila getrunken haben. Nach dem Essen hatten wir noch kurz Zeit mit den Händlern um Waren zu feilschen, vielleicht sind auch Geschenke für euch dabei… Auf der Heimfahrt konnten wir die amerikanische Grenzkontrolle selbst erleben. Wir hatten Glück, da unser Fahrer einen anderen Grenzübergang als bei der Einreise wählte und wir somit nicht in eine meilenlange Schlange überstehen mussten, sondern direkt an die Grenze fahren konnten. Der Grenzzaun ragte zu unserer Rechten in den Himmel. Mehrere Meter hoch und mit drei Rollen Stacheldraht gesichert, soll er Mexikaner davon abhalten sich ohne Genehmigung Zutritt zu den USA zu verschaffen. Auf der linken Seite durften wir die Autofahrer bemitleiden, die in einer meilenlangen Schlange darauf warten mussten wieder zurück in die Staaten zu gelangen. Unser Grenzübertritt glich einem Sicherheitscheck am Flughafen, für uns Europäer mit offenen Grenzen völlig neu. Schmuggeln hätten wir trotzdem können, da nur unsere Tüten und nicht unsere Hosentaschen durchsucht wurden. Wir haben es also zurück in die USA geschafft und auch den Ausflug nach Mexiko überlebt. Man kann problemlos nach Mexiko reisen, ohne irgendwelche Ängste haben zu müssen. Man sollte einfach die geltenden Sicherheitsregeln beachten, die man in jeder anderen Großstadt auch beachten muss. Zudem sollte man nicht jedem (entschuldigt die Ausdrucksweise) bescheuerten Engländer oder Amerikaner(Nicholas ist da eine Ausnahme) glauben wenn er meint dir Tipps geben zu müssen, dich aber nur vor Mexiko warnt und meint du würdest erschossen werden, wenn du gehst. In den Touristen-Stadtteilen passiert nicht mehr und nicht weniger als in jeder anderen Großstadt. Zurück in Amerika konnten wir uns darauf freuen am nächsten Tag nach Toronto anzureisen. Nicky sieht seine Verwandten endlich wieder und Basti kann ein weiteres Land als bereist bezeichnen und die Gastfreundschaft der lieben Tante-Ellen genießen.

Bis dann

NiBa

Der eigentlich schlimmste, da längste Flug entpuppte sich als bester und kurzweiligster bisher erlebter Flug. Mit etwas Glück, da wir zu zweit drei Plätze zur Verfügung hatten, dem größten Boing-Flieger und der von uns zur besten Airline gewählten Air New Zealand hatten wir drei perfekt miteinander harmonierende Voraussetzungen auf unserer Seite. Der Flug verging wie im Flug, war ja auch einer. Endlich in Amerika angekommen, für Sebastian das erste Mal, für Nicholas eher ein Heimspiel, sahen sich dennoch beide vom “American way of life” überwältigt, alles eine Nummer größer hier, aber zum Teil auch komplizierter und verrückter als bei uns. Erster Stopp ist San Francisco, die berühmte Westküste kennenlernen. Uns wurde mitgeteilt San Francisco sei nicht typisch amerikanisch, doch wir merkten trotzdem schnell wo wir gelandet waren. Den ersten Tag wollten wir mal nicht verschlafen und machten uns nach dem Einchecken auf die Stadt zu erkunden. Auf, Richtung Wasser, zur Bay-Bridge, die viel größer und länger ist als die Golden Gate Bridge, aufgrund ihrer tristen Farbe und unvorteilhaften Lage aber nicht an den Ruhm ihrer Brücken-Schwester herankommt. Weiter ging’s an den Piers entlang, wir sahen Alcatraz und die Highlight-Brücke GGB von weitem. Am berühmten Pier 39 trafen wir noch auf einige unserer Seehundfreunde, die uns unterhielten indem sie aufeinander herumlagen und nach Fisch rochen. Zum Ende des Tages haben wir uns am Pier 33 den Schlüssel zur Stadt, den SF-Pass, gekauft, Kombiticket für alle wichtigen Attraktionen der Stadt.

Tag 2 stand zu Anfang im Zeichen der Kunst, wir besuchten das “SF Museum of modern art”, einige interessante Exponate, aber auch viel was nur beim wahren Kunstliebhaber Gefühle auslöst. Danach ins Aquarium der Stadt, indem wir nicht nur Fische und andere Meeresbewohner anschauen, sondern auch Seesterne, Rochen und Tigerhaie anfassen konnten. Wir unterstützten nicht nur durch unser Eintrittsgeld die Rettung der Bucht, sondern unterschrieben auch noch eine Petition gegen Haifischfang. Mit gutem Gewissen konnten wir nun dem Rest des Tagesprogramms entgegen gehen. Wir bewunderten die steilsten Straßen der Welt und fuhren mit dem CableCar auf den selbigen. Ein wahrhaft nostalgisches Fortbewegungsmittel und unschlagbare, wenn doch gleichzeitig einfache Technik. Die steilste und kurvenreichste Straße, mit ihrem grünen und von Blumen übersäten Gärten und Bepflanzungen war die Lombard-Street. Hier schlängeln sich den ganzen Tag über Autos im Schneckentempo herunter. So ein wildes Treiben, dass zwei Polizisten nötig sind um den Verkehr in die Straße zu regeln.

Weiter ging’s zum Seeeingang der Stadt. Der Weg zur GGB war etwas komplizierter. Eigentlich wollten wir den Bus für den letzten Teil der Strecke nehmen. Ein ebenfalls an der Bushaltestelle wartender “Schwarzer Bruder” gab uns aber den Tipp wir könnten auch zu Fuß gehen, da es nicht mehr weit sei. Doch leider gefehlt, sie war weiter weg als gedacht und aus dem eigentlichen 10 Minuten-Spaziergang wurde ein 1-stündiger Marsch. Das Gute an der Sache war, dass wir die GGB aus allen Lagen und von verschiedenen Entfernungen fotografieren konnten. Und Sport ist ja bekanntlich gesund. Nun hatten wir sie endlich direkt vor uns, zum Greifen nahe. Randnotiz: Wir haben sie auch angefasst. Ein wirklich imposantes Gebilde diese Brücke und so rot wie Schneewittchens Lippen. Die einzelnen Stahlfäden der zwei Hauptdrahtseile sind zusammen so lang, dass sie drei Mal um den Äquator reichen würden. Was man nicht alles lernt auf so einer Weltreise Smiley . Der Rückweg war dank Bus in wenigen Minuten geschafft, wäre auch eine Option für den Hinweg gewesen.

Am dritten Tag kamen wir zum coolsten, wenn gleich auch unheimlichsten Ort: Alcatraz. Die Gefängnisinsel, einst als Fort zur Verteidigung der Bucht errichtet, wurde aus Kostengründen nach nur 29 Jahren Nutzungsdauer, als Gefängnis, geschlossen und dient nun als Touristenattraktion. Nachdem wir gelandet waren sahen wir uns Leuchtturm, ehemaliges Wärter-Casino und einstige Wohnungen der Familien der Wärter an. Eine Audiotour führte uns durch die Gefängnismauern. In den Duschräumen startete die Runde. Alcatraz war das einzige Gefängnis mit Warmwasserduschen, da die Insassen sich nicht abhärten sollten um bei einer Flucht das kalte Wasser nicht überwinden zu können. Zwei Gänge mit unzähligen, winzigen und spärlich eingerichteten Zellen waren das zu Hause von Schwerverbrechern und Insassen aus anderen Gefängnissen, die dort auffällig waren und nach Alcatraz verlegt wurden. Berühmt war eigentlich nur Al”Scarface”Capone. Der Hofgang von täglich drei Stunden wurde zum Baseball spielen oder für andere Beschäftigungen genutzt werden, egal bei welchem Wetter, Hauptsache man war an der frischen Luft und konnte Schiffe oder Geräusche aus SF hören. Auch Ausbruchversuche gab es, trotz wenig Hoffnung auf Erfolg. Ein sehr blutiger, der zum Aufstand ausartete, da keine Chance auf Flucht mehr bestand und durch die US Marine beendet werden musste. Der berühmteste Versuch, wohl auch durch die Verfilmung mit Clint Eastwood , war die Geschichte von drei Gefangenen, die mit Hilfe von Löffeln ihre Lüftungsschlitze vergrößerten und durch einen Versorgungsgang auf’s Dach entkamen. Bis heute scheiden sich die Geister ob sie ertrunken sind oder sich ins Ausland abgesetzt haben. Sebastian ist für entkommen, Nicholas für ertrunken. “Bitte stimmen Sie bis heute Abend ab, wir verlosen IPhones und IPads!” (Diese müssen selbst in Amerika abgeholt und bezahlt werden). Wir sahen wie die Wärter mit ihren Familien auf der Insel lebten, für manche ein Traum, für andere ein Gefängnis. Besuch war nur ein Mal im Monat erlaubt, für zwei Stunden. Man konnte seine Besucher durch eine 2 Inch dicke Glasscheibe, 30x30cm groß, beschauen und sich unterhalten. Die Aussicht von Alcatraz ist zwar phänomenal, da man keine direkte Trinkwasser- und Stromleitung hatte, war das Leben eher nicht so glamourös für die Wärterfamilien und als Gefangener hatte man eh nichts von der Aussicht, da durch die riesen Mauern nicht nach draußen sah. Abschließend kann man sagen, dass man Alcatraz auf jeden Fall besuchen sollte, wir aber genug Knast für den Rest unseres Lebens erfahren haben.

Der letzte Tag in SF, die Zeit rast seit wir Halbzeit hatten. Exploratorium, ähnlich wie das TechnoRama in der Schweiz. Da der Eintritt an diesem Tag kostenlos war, fanden wir uns in einem Meer von Familien mit wilden, verrückten Kindern wieder. Wir konnten zwar die wenigsten Versuche ungestört durchführen, war aber trotzdem ganz cool. Auf dem Heimweg erlebten wir die Interpretation von China in SF. Wer in SF ist sollte Chinatown besuchen, wir als Weitgereiste kannten dieses Schauspiel schon vom Original. War dennoch ganz witzig diese Masse an Chinesen in Amerika zu sehen.

Weiter geht’s an der Westküste nach San Diego. Mal schauen was uns in der vermeintlich schönsten Stadt Amerikas erwartet.

Bis dann NiBa

Auf der Busfahrt nach Rotorua erhielten wir vom Busfahrer einige Informationen über die geothermischen Eigenschaften und Aktivitäten der Stadt. Angekommen in Rotorua sahen wir uns die aus der Erde strömenden Dämpfe genauer an. Schon verrückt was die Natur alles auf Lager hat. Wir zwei Geologen besuchten also einen Park, an dem dieses Phänomen mehr als üblich aufzutreten scheint. Kleine Pfützen bis hin zu größeren “Becken” gefüllt mit Wasser in allen möglichen Farben, das so heiß wird, dass es verdampft. Unsere Forschungen haben zu Tage gebracht, dass es sich bei den Dämpfen um Schwefel halten muss oder der Dampf zumindest Schwefel enthält. Über nahezu der ganzen Stadt liegt dieser Schwefelgeruch in der Luft, man gewöhnt sich aber schnell daran. Die Dämpfe gelangen an die Luft, weil die Erdkruste in Rotorua sehr dünn ist, wie unsere Proben bewiesen haben.

Um die heilende, gesunde Wirkung der Thermen am eigenen Leib spüren zu können, gingen wir am Abend in eines der Top 10 Spas der Welt. In einer Außenanlage mit vier verschiedenen Pools, mit Temperaturen von 36,38,40 und 42° Celsius und Blick auf die Stadt und den See konnten wir entspannen. Die Anlage war von Steinen und Pflanzen umgeben. Die Becken sind eher klein gehalten, aber gemütlicher und uriger gestaltet als beispielsweiße in der Vita Classica und auch wärmer.

Den nächsten Tag widmeten wir weniger der kulturellen Bildung, wir waren auf Spaß und Action aus. Also suchten wir die Skyline auf. Dort fuhren wir mit einer Gondel auf die Spitze des Berges um die Abfahrt in den Rodel ähnlichen Fahrzeugen zu bestreiten. Es gab verschiedene Schwierigkeitsstufen, die wir alle ausprobierten und erfolgreich und sauschnell meisterten. Nach einer kurzen “Rennpause” im Gipfelkaffee, bei Burger und Pommes, gingen wir auf die letzten Fahrten. Da wir so schnell waren, verging die Zeit wie im Flug und wir mussten schon wieder die Talfahrt mit der Gondel antreten. Für den Abend war eine Show in einem Dorf der Ureinwohner Neuseelands geplant. Nach der Eröffnungszeremonie, bei der die Stammesbrüder wie Clowns vor uns herumtanzten, konnten wir uns die verschiedenen Hütten und Gemeinschaftshäuser des Stammes anschauen. Ziemlich interessant, dass die Jungs und Mädels im Winter ohne Schuhe herumlaufen, ohne zu frieren. Wir konnten ebenfalls sehen und später auch genießen, wie unter der Erde, mit Hilfe vom heißen Steinen gekocht wird. Hat sehr gut geschmeckt, Hühnchen. Lamm, Karotten, Kartoffeln und Salat, volles Programm am Buffet. Vor dem Essen sahen wir eine Unterhaltungsshow, mit Musik, Gesang und Tanzeinlagen im traditionellen Stil. Das lustigste am ganzen Abend warf jedoch die Rückfahrt im Bus, mit unserem Guide, der auch Mitglied de Stammes ist, jedoch in Zivil auftrat. Zuerst musste sich jede Nation outen und dann aus vollem Halse die Nationalhymne durch den Bus singen. Bei uns war es weniger singen, als eher durch den Bus grölen. So lernten wir nicht nur unzählige Hymnen verschiedener Länder, sondern durften noch Zeuge werden, wie eine Hand voll englischer Frauen die Spice-Girls zum Besten gaben. So ging wieder einmal ein ereignisreicher Tag zu ende.

Am letzten Tag in Rotorua und achten Tag in Neuseeland wollten wir doch endlich das Nationaltier, die, der, das, THE Kiwi sehen. Im Wildlife-Park sollte es so weit sein. Nachdem wir eher bescheidenen Vögel, Fische, Enten, Bäume und Echsen “bewundern” durften, kamen wir zum Gehege der Kiwis. Es war sehr dunkel und wir mussten sehr lang sehr ruhig sein um sie überhaupt zu Gesicht zu bekommen. (Wer uns gut kennt, weiß wie schwer es uns fallen kann den Mund zu halten)Smiley. Somit können wir auch hinter dieses Must-Do einen Haken machen, ein weiterer Schritt zur endgültigen Weisheit. Um den Tag ausklingen zu lassen, spielten wir nahe dem Park Minigolf. Ein ausgeglichenes Match, dass Nicholas an der letzten Bahn mit einem Punkt Unterschied für sich entschied. Er hat sogar ein weiteres Spiel gewonnen, da er auf der letzten Bahn, beim Zielschießen den Golfball in der Mitte der Zielscheibe versenkte. Am Abend beim Luftgewehrschießen konnte Sebastian wieder für ein Gleichgewicht sorgen, indem er in einem wiederum ausgeglichenen Wettschießen den Bundeswehr Vorteil nutzen konnte und dieses gewann.

Am nächsten Tag ging die Tour auf der Nordinsel weiter nach Taupo. Auf dem Weg machten wir Station an einer Geysir, die täglich um 10.45 Uhr, mit Hilfe einer Seife, zum Ausbrechen gebracht wird. (Erklärung bitte googeln!) Die dazugehörigen Mudholes und Krater, welche die Natur in der Vergangenheit geformt hat und durch verschiedene Gase in alle Farben erstrahlen lässt, waren ebenfalls zu bewundern. Der letzte Stopp vor dem Hostel war an den Huka-Falls, wo wir die Wassermassen durch einen Canyon fließen sehen konnten, bevor sie in einem Wasserfall endeten und in einen See flossen. 200.000 Liter die Sekunde, nicht mehr ganz mit dem Sulzbach zu vergleichen, aber wir fliegen ja auch nicht ein Mal um die Welt um den Sulzbach zu bewundern. Zum ersten Mal seit unserem Start mussten wir einen ganzen Tag Regen ertragen. Trotzdem gab es auch an diesem Tag viel zu sehen und zu erleben.

Nach einer wiederum kurzen Nacht ging die Tour weiter nach National Park (gleichzeitig Stadt und Park), ist noch näher am Ende der Welt, als der Rest von Neuseeland eh schon ist. Die Anzahl der Buspassagiere war mittlerweile auf 3 gesunken, wir zwei und eine Engländerin, die von ihrer Begleitung aus sonderbaren Gründen in Thailand verlassen wurde, hatten nun unseren eigenen Reisebus mit Privatchauffeur. Auch auf dieser Reise machten wir an verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die auf der Strecke lagen halt. Der erste Stopp war an eine Höhle, welche vor Millionen von Jahren entstanden war. Wir sahen Stalaktiten und Stalakmiten im Inneren, welche über die Jahrtausende entstanden sind und alle 100 Jahre um einen weiteren Zentimeter wachsen. unglaublich was die Natur alles auf Lager hat, welche Formen wir gesehen haben und wie faszinierend Steine sein können. Das wahre Highlight in der Höhle waren jedoch die Glühwürmchen. Die hängen zwar nur an der Decke rum, ihr Licht spiegelt sich jedoch im Wasser des unterirdischen Flusses, was ein wunderschönes Bild ergibt. Muss man gesehen haben, da Fotos machen nicht erlaubt war, also an ALLE: ab ins Reisebüro und Flüge buchen. Des weiteren wissen wir nun, wie Glühwürmchen ihre Nahrung fangen, wollen es an dieser Stelle aber nicht verraten. (Wir verkaufen die Infos).Na gut sind wir mal nicht so: Sie produzieren dünne, klebrige Fäden, ähnlich denen einer Spinne. Diese Fäden hängen von der Decke der Höhle herab und kleine, dumme Fliegen und andere Insekten verfangen sich darin. Des weiteren können wir uns glücklich schätzen Menschen zu sein, da wir als zuletzt geborene, wenn wir Glühwürmer wären, von unseren großen Geschwistern gefressen werden würden. Eine Bootsfahrt in der Höhle, unter Glühwürmchen-Sternenhimmel war der krönende Abschluss. Eine romantische Atmosphäre die sich uns bot, auf dem Boot =). Leider konnten wir auch davon keine Bilder machen, da die Glühwürmchen allergisch gegen jegliches Licht sind, außer natürlich die Taschenlampe des Guides. Der durfte sie anleuchten wie er wollte. Aber macht nichts, wir hams ja gesehen. Nachdem wir die Höhle verlassen hatten, begaben wir uns auf die Spuren von “Herr der Ringe” und besuchten die Stelle, an der Gollum im zweiten Teil der Saga einen Fisch verspeiste. Und als wir ankamen, man mag es kaum glauben, saß er seelenruhig da uns genoss die wässrige Mahlzeit. Als wir ihm zu nahe kamen und er uns entdeckte, ergriff er jedoch sofort die Flucht, was uns die Chance nahm Fotos von und mit ihm zu schießen. Aber: wir haben ihn ja gesehen =). Die meisten Szenen der Trilogie wurden in Neuseeland gedreht, was der Grund dafür ist, dass man immer wieder Charakteren aus den Filmen begegnet, besonders im National Park. Echt süß diese Zwerge und Hobbits und für die Frauen der Legolas mit seinen Elbenfreunden. Muss man gesehen haben, da auch sie sehr schüchtern sind und keine Bilder von sich machen lassen. Zu unserem Glück war der Busfahrer sehr freundlich und auf der Suche nach Freunden, was uns zu einem 10$ BBQ am Abend verhalft. Das volle Programm mit Muscheln, Steak, Zwiebeln, Pilzen, verschiedenen Salaten und echtem neuseeländischem Bier. Den Abend ließen wir bei Herr der Ringe Teil 3 ausklingen, natürlich mit unseren Freunden vom Film. Nun geht es weiter in die Staaten, Westküste zuerst. Schon der erste Flug Richtung Heimat, bald hab ihr uns wieder, bis dann.

NiBa

Nachdem Sebastian seine kleine Krankheit fast überwunden hat können wir uns wieder dem schreiben widmen und es geht an dieser Stelle weiter mit den News für die Heimat. Der Hinflug ist für uns fast nicht der Rede wert, da er nur 2 1/2 Stunden dauerte. Die Fluggesellschaft Air New Zealand war vom Service und der Ausstattung des Flugzeugs her die beste Airline, die wir bis jetzt erlebt haben. Leider war es der kürzeste Flug auf der gesamten Reise und wir konnten die Bequemlichkeiten nur kurze Zeit genießen. Auch der Weg zum Hostel wird für uns langsam zur Routine, alles kein Problem mehr. Das Zimmer liegt im siebten Stock, kann nicht unbedingt mit einer Präsidenten-Suite verglichen werden, reicht für diese paar Tage jedoch gänzlich aus. Den Ankunftstag verbrachten wir mit unserem Reiseritual Nummer 1: SCHALFEN oder besser gesagt: von den Reisestrapazen erholen Smiley ! Abends noch schnell den Food-Court um die Ecke entlang geschlendert und nach einer passenden Mahlzeit gesucht, dann war der Tag auch schon rum. Am zweiten Tag gingen wir auf eine kostenlose Tagestour, mit Hafenrundfahrt, reich müsste man sein, um im HILTON am Pier zu hausen oder auf einer eigenen Jacht im Hafen zu nächtigen. Weiter führte uns die Tour übers Wasser, zum anderen Ende der Stadt. Dort konnten wir auf einen der höchsten Punkte Aucklands steigen und die Aussicht auf Auckland, Strand und Umgebung genießen. Zudem gingen wir dort in die Bunkergänge des Militärs und konnten eine riesige Haubitze bewundern. Dritter Stopp war das Museum von Auckland, indem wir die Geschichte der Stadt und das Leben der Ureinwohner von Auckland informiert wurden. Als letztes Stand der berüchtigte Bridge-Climb mit Erweiterungsoption auf einen Bungy-Sprung. Nur durch ein dünnes Seil gesichert, gingen wir des Weges unter der Brücke. An der höchsten Stelle der Brücke erreichten wir die Absprungstelle für unseren Bungy-Fan Nicholas.(Sebastian musste an diesem Tag leider passen, da er gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war, ABER abwarten). Nicholas sprang mit einem riesen Satz, wie ein Vollprofi in die schrecklichen Tiefen von Auckland. An ALLE: es waren 40m, egal was Nicholas auch erzählt.(eigentlich waren es weit über 100 meter!!!) Der Höhepunkt für Sebastian war an diesem Tag ein Arztbesuch, DANKE an die Signal, die ALLES zahlt :) . (Hoffen wir mal)

Des weiteren gehörte der Besuch der Waihiki-Inseln zu unseren Programm. Schon die Fahrt war ihr Geld wert. Wunderschöne Inseln mit unberührter Natur, ein guter Platz für einen 50-er :) . Auf der Insel haben wir uns ein Auto gemietet mit dem wir die selbige erkundet haben, ziemlich cool, fast ein Abenteuer, dieser Linksverkehr. Das Auto war fast ein Sportwagen, Marke Nissan, Baujahr Steinzeit. Auch die Insel selbst glänzt mit wunderschöner Natur und Prunkvillen auf den höchsten Punkten der Berge und am Strand. Auch der Strand ist mehr als sehenswert und einen Besuch, aber doch lieber im Sommer wert.

Schon sind die ersten Tage in Auckland vorbei und es geht weiter auf der Erkundungstour der Nordinsel Richtung Rotorua.

Cheers KIWI-NiBa

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